Pauli näher als Pauli.
Januar 8, 2007
Den Kalauer kann ich mir nicht ersparen, pardon. Aber es geht um etwas anderes.
Durch die sogenannten Medien, erfahre ich mehr als ich eigentlich wissen will, über die Pauli-Affäre eines Herrn Stoiber, mit dem ich ja genaugenommen nichts zu tun habe, der in einem ganz anderen Dorf auf einem Schild herumgetragen wird und hofft, dass ihm die Basis nicht auf den Kopf fällt.
Oder ich lese von den Bart-Eskapaden eines Herrn Beck, obwohl wir nicht die gleiche Provinz teilen. Oder, unversehens und unverhofft, muss ich mir Bilder anschauen von exekutierten Diktatoren oder werde bedrängt von den Schwangerschaften ehemaliger Schwimmstars.
Was ich sagen will: Die Weltpolitik, der Globalklatsch schwappt in mein Wohnzimmer – die Gemeinde, in der ich lebe, mein direktes Umfeld, findet in den üblichen Medien nicht statt.
Ein Klick – und ich bin bei George Bush; ein viel längerer Weg aber zu den neuesten Nachrichten von meinem Nachbarn.
Ich bin ein stetiger Zaungast in einer virtuellen Weltgemeinde, doch häufig ein Unwissender in den drängenden Fragen und Krisen, die sich in nächster Nähe abspielen. Dort, wo ich relativ gut informiert bin, habe ich kaum Einfluss. Wo ich Einfluss hätte, in meiner Kommune, bin ich kaum informiert.
Als Erstes brauchte man wohl mal eine vernünftige St.Pauli-Zeitschrift, ein schwarzes Brett und einen Gemeindesaal.
Da hab ich grad das: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24406/1.html
zu dem Thema gesehen…
Ist wahrscheinlich auch son ne Datenkrake wie andere „Netzwerke“. Aber interessant.
Gruss, C.