wie der Reis so im Topf brodelt, denke ich …
Mai 22, 2007
… so war es ja nicht, es begann, es endete bereits, anders, hob an, versumpfte,
schlich sich fort, es war ja nicht so; es wurde, strebte, schichtete sich auf;
so nicht, so war es nicht, hörst du? Wir müssen es zurückwaren, wir müssen es entwaren, es zurückdenken, es zurückerfinden, es wegfinden, es zuwegfinden. – Ach was, verzehre es einfach so, wie es ist, – aber vergiss das Chilli nicht.
Sicherheitsvorkehrungen.
April 24, 2007
Silben bevorraten. Satzzeichen-Proviant anlegen. Haupt- und Nebensätze bunkern. Verschiedene Wortbedeutungen getrennt verstauen. Lehenswörter nicht vergessen. Handgrammatik stets bei sich tragen. Stilmittel luftdicht verschweißen. Pointen einpökeln.
damit könnte es beginnen.
Januar 1, 2007
Wir steuern bei, was wir haben. Wir tragen die Zutaten zusammen, waschen und putzen sie sorgsam, betasten sie, riechen an ihnen, fühlen sie, teilen sie in kleine, mundgerechte Stücke, beträufeln mit Öl und Essig, würzen mit kraftvollem Salz und pfeffern das Ganze. Wir stimmen es ab, mengen uns ein. Wir erfahren es mit allen Sinnen, geben manch Kraut dazu, investieren Zeit in die Zubereitung, lassen ziehen, haben Geduld. Das gemeinsame Mahl von einfachen Dingen, gegessen von einfachen Menschen. So könnte man sagen: Da haben wir den Salat! Diesmal wäre es ein Lob. Statt entfremdet konsumiert, zubereitet genossen – ein gemeinsames Werk.
Plastik essen, Plastik leben.
Dezember 4, 2006
Samstagmorgen in der „Kleinen Pause“ drei Becher Kaffee getrunken. Die Kaffeesahne tropfte aus dem braunen Wegwerfportionsdöschen.
Zuvor hatte ich jemandem im „Na Und?“ mein Leben erklärt, das der letzten drei Jahre. Wir lachten viel, denn rede ich so, rede ich immer die Ironie mit. Ich spürte eine Kraft dabei, doch danach kam der Blues.
Es war schon Mittag und die Menschen aßen und stärkten sich für das Spiel des Heimatvereins. Cheeseburger, Baconburger, Pommes mit Mayo, Pommes mit Ketschup, Pommes Rot-Weiß, Currywurst, Girosteller, Frikadelle im Brötchen, Senf aus dem Plastiktütchen, Cola aus der Kunststoffflasche, Zellophanpizza aus der Tiefkühle, immer wieder Currywurst, Gurkenscheibchen auf die Burgerhälften, Käsescheibchen aus der Folie gerissen.
Nach zwanzig Minuten kannte ich die Arbeitsschritte der Bedienung in und auswendig. Eine durchdachte, durchgeplante Verzehrungsmaschine lief auf Hochtouren. Ich sah nur noch fettige Soßen und fertiges Fleisch und Plastik und Schinkenwürste, die auf dem Grill dampften, und Pommes, Pommes, Pommes, die ins siedende Fett geschaufelt wurden und wenig später in mampfenden Mündern verschwanden.
Ich scherzte mit der Frau an der Friteuse, am liebsten aber hätte ich irgend jemand Fremdes umarmt und gesagt: „Komm, lass uns mal was anderes essen“.
auf eigene Gefahr.
November 24, 2006
Es ist an der Zeit, hier auf etwas hinzuweisen: Wer sich in der Wohlwillstraße, links neben der Sparkassenfiliale, in das „Na und?“ verirrt, kann in die Verlegenheit kommen, von Klaus dem Wirt, eine besondere Spezialität des Hauses verabreicht zu kriegen. Der Kurze hat eine giftig grüne Farbe, ist besonders klebrig und wird von seinem Verursacher liebevoll „Grüne Scheiße“ genannt. Den Rest des Beitrags lesen »
da kann wirklich was drin sein, Penny sei dank.
November 23, 2006
„Spaghetti (Hartweizengrieß), Tomatenmark, würzende Mischung (jodiertes Speisesalz, Kartoffelstärke, Zwiebeln, Zucker, modifizierte Kartoffelstärke, Knoblauch, Würze (Sojaeiweiß, Salz, pflanzliches Fett gehärtet) Paprika, Petersilie, Basilikum, Sellerie, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Gewürze, Säureregulator Natriumacetat, geriebener Hartkäse. Kann Spuren von Ei, Senf und Sesam enthalten.“
Nun frage ich mich, was ist eigentlich der Unterschied Den Rest des Beitrags lesen »